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Weiter in Richtung Fusion unterwegs

Die älteste und mitgliederstärkste Journalistenvereinigung Luxemburgs, die ALJ, hielt gestern ihre Generalversammlung in der „Maison de la presse“ ab.Eine anschließende außerordentliche Jahresversammlung stand ganz im Zeichen der geplanten Fusion mit den beiden anderen Journalistenverbänden UJL und SJL

Anfangs der Versammlung gab Präsident Roger Infalt, der nunmehr seit 20 Jahren dieses Amt bekleidet, einen Überblick auf die vielen Aktivitäten der ALJ („Association luxembourgeoise des journalistes“) im Jahre 2016. Er sprach über die Teilnahme an den Kongressen des internationalen als auch des europäischen Journalistenverbandes in Sarajewo und in Angers.

Die internationalen Kontakte seien sehr wichtig, so Schriftführerin Wiebke Trapp. Auf diesem Parkett denke man an eine engere Zusammenarbeit mit den belgischen und niederländischen Kollegen zwecks Gründung einer Benelux-Gruppe, mit der man ein viel größeres Gewicht bei solchen Kongressen habe (13 anstatt 2 Stimmen).

Der Präsident erinnerte auch an die vielen Aktivitäten und Unterredungen zwecks Einführung eines längst überfälligen Informationszugangsrechtes für Berufsjournalisten, an die Presse- und Meinungsäußerungsfreiheit, die es mit allen Mitteln zu verteidigen gilt, an die oft schlechten Arbeitsbedingungen für Journalisten bei großen Events usw.

Was das in anderen Ländern längst bestehende Informationszugangsrecht für Journalisten bzw. die Informationspflicht gegenüber Berufsjournalisten anbelangt, bemängelte Infalt das weiterhin fehlende Verständnis bei den Politikern sämtlicher Parteien. Die ALJ fordere nunmehr seit über einem Jahrzehnt ein solches Recht ein. Erst vor kurzem habe man dem zuständigen Medien- und Kommunikationsminister, Xavier Bettel, zusammen mit dem Luxemburger Presserat ein mit Hilfe eines Juristen ausgearbeitetes Gesetzprojekt ausgehändigt, in der Hoffnung, dass sich nun endlich etwas in dieser Sache bewegt.

Nachdem die Berichte der Kassiererin (Annette Welsch) und des Sozialfonds (Jacqueline Kimmer) einstimmig angenommen wurden, kam es zur Wiederwahl der bestehenden Vorstandsmitglieder Roger Infalt, Annette Welsch, André Dübbers, Serge Pauly, René Hoffmann, Wiebke Trapp, Pascal Federspiel, Jean-Claude Ernst und Philippe Hammelmann.

Seit nunmehr zwei Jahren laufen auf Initiative der ALJ Fusionsgespräche mit den beiden anderen Berufsorganisationen UJL („Union des journalistes, Luxembourg“) und SJL („Syndicat des journalistes, Luxembourg“).

Diese Gespräche konnten hauptsächlich im vergangenen Jahr auf fruchtbaren Boden stoßen, so dass man nun in der Lage war, den jeweiligen Generalversammlungen die neuen Statuten der ALJP („Association luxembourgeoise des journalistes professionnels“) zur Abstimmung vorlegen zu können.

Dieses Votum erlaubt den Vorständen der drei Organisationen, die Fusionsgespräche zu vertiefen, damit man eventuell bis Ende des Jahres, nach einer weiteren außerordentlichen Generalversammlung, die Unterschriften unter diese Fusion setzen kann.

Nach einer leichten Umänderung eines Artikels gaben die Mitglieder der ALJ diesen neuen Satzungen einstimmig grünes Licht